Die Entdeckung von Netlabels wie Textone, Thinner oder Realaudio diente Daniel Tischer 2004 als Initialzündung für sein eigenes Netlabel namens Tropic. Fasziniert von der Idee gründeete er sein eigenes Musiklabels und genießt es auch heute noch Musik weltweit zu verschenken. Während alte Netlabels, wie Textone und Realaudio nur noch in den Archiven vorhanden sind, veröffentlicht [...]
Feature lesen »Die Netlabel-Köpfe hinter spontanMusik bezeichnen sich als Gründungsväter des Mainzer Microfunk Sounds. Der basiert auf wunderschönen Synkopen, die um die dicke Bassdrum herumtänzeln. Das Label gehört zu den Netlabels, die ihren Sound aus Überzeugung, Spontaneität und Freude an der Musik veröffentlichen. Auch wenn Sie angeblich die Weltherrschaft anstreben, so lebt spontanMusik von seiner Unberechenbarkeit. Es muss halt nicht nur die dicke 4-to-the-floor bemüht werden.
Olivier Schulbaum und Ignacio Garcia sind Mitglieder des Künstlerkollektivs Platoniq . Inspiriert von der Funktionsweise jamaikanischer Soundsystems entwickelten sie ein System, das die Brücke zwischen digitaler Kunst und dem täglichen Leben auf der Straße schlägt – die Burnstation.
Das Jahtari-Netlabel gehört zu den Entdeckungen des Jahr 2005. Mit eigener Sound-Signatur samt charmant gepflegtem 8-Bit-Charme streichen hier Musiker mit Niveau alte Riddims neu an. Mit eigenwilligem Volkscomputer-Swing lassen Disrupt & Co. alte Spieleklassiker wieder aufleben und rollen uns ausgehend von ihrer humorvollen Website eine ganz persönliche Ladung Dub-Reggae vor die Füsse. Frei Haus natürlich, ganz im Sinne der Netlabel-Philosophie.
Von Internet-Labels, freier Musik und vernetzten Freigeistern – Ein Artikel über die Hintergründe und die Entstehung der Netlabel
Wo finde ich Netlabel-Musik? Eine Orientierungshilfe, die zeigt, wo man Musik herunterladen kann, wie man Netlabels entdeckt und wer Netlabel-Musik spielt.
Beäugt man die Entwicklungen der Netlabels einmal kritisch, stehen einem die Haare zu Berge. Was für viele Fans und Unterstützer als Revolution des Musikvertriebes galt, hat sich bis heute noch nicht bewahrheitet. Es ist Zeit für Eigenkritik jenseits gefühlsduseliger Lobhudelei, um den Blick für die Zukunft zu schärfen.
Der Musikvertrieb ist weltweit im Umbruch. Menschen bevorzugen vermehrt den Gang in die virtuelle Tauschbörse als das sie in den Plattenladen gehen. Doch auch die großen mp3-Portale haben ihren Glanz verloren. An ihre Stelle treten die Netlabels, die wie ein herkömmliches Plattenlabel einen eigenen Sound propagieren. Nur den kann der Surfer nicht kaufen, sondern darf ihn kostenlos herunterladen. Über die Entstehung, Philosophie und Zukunft von Netlabels und Musikvertrieb.